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Rechtsanwalt Lothar Wegener
Fachanwalt für Erbrecht
Schwerpunkt Familienrecht


Mitautor des
Stichwortkommentars Familienrecht

Wichtige Aspekte der Nachlassabwicklung in Spanien

Bei der Nachlassabwicklung in Spanien sind einige Punkte zu beachten. Durch eine juristische Fachberatung vermeiden Sie Schwierigkeiten. Als erfahrener Anwalt für Erbrecht in Würzburg stehe ich Ihnen gerne beratend zur Seite und unterstütze Sie bei ihrem individuellen Fall.

Was ist bei der Nachlassabwicklung in Spanien zu beachten?

Wer ein Erbe in Spanien antritt, etwa in Form einer Immobilie oder von Geldanlagen, hat einige Aspekte zu berücksichtigen, denn das spanische Erbrecht unterscheidet sich in mehreren Punkten von den deutschen Regelungen. Ein in Deutschland verfasstes Testament ist grundsätzlich auch in Spanien gültig, sofern es nicht am 17.08.2015 oder danach als gemeinschaftliches Testamentsdokument errichtet wurde. Ist dies der Fall, sollte zur Sicherheit das deutsche Recht gewählt werden, da diese Dokumente im spanischen Recht nicht anerkannt werden. Wenn ein Testament in Spanien vor einem Notar errichtet wird, meldet dieser das dem zentralen Testamentsregister, das seinen Sitz in Madrid hat und im Todesfall dann die Auskunft über ein eventuelles Nachlassdokument gibt. Dies gilt für Immobilienbesitz ebenso wie für Konten bzw. Geldanlagen im Ausland. Wenn die in Spanien vorhandene Erbmasse lediglich aus Vermögen aus Konten besteht, ist eine notarielle Beurkundung nicht zwingend notwendig, wird jedoch häufig von Banken gewünscht. Die Nachlassabwicklung in Spanien sollte also am besten einem erfahrenen Fachmann überlassen werden.

Wie ist die Erbschaftssteuer in Spanien geregelt?

Insgesamt liegt der Steuersatz bei etwa 7,65 bis 81,6 %, abhängig vom Verwandtschaftsgrad, der Höhe des Erbes und dem Vermögen der erbenden Person. Bei Nicht-Verwandten, etwa unverheirateten Lebensgefährten, sowie bei per Seitenlinie verwandten Erben wie Nichten oder Neffen sind die Beiträge für die Erbschaftssteuer relativ hoch. Generell sind die Freibeträge für die Erbschaftssteuer in Spanien geringer als in Deutschland – dies gilt auch für direkte Verwandte wie Kinder oder Ehepartner. Bereits ab einem Erbe von 16.000 EUR fällt eine Steuer an. Weiterhin ist zu beachten, dass zwischen Deutschland und Spanien kein Doppelbesteuerungsabkommen besteht. Das bedeutet, dass unter Umständen in beiden Ländern eine Steuerlast vorliegt. Es gibt zwar die Möglichkeit der Anrechnung, doch liegt das Steuerniveau in Spanien deutlich über dem in Deutschland, sodass es zu einem Steuerüberhang kommen kann. Rechnen Sie also damit, im Zweifel die höhere Steuer entrichten zu müssen.